Werden Wahlen in Zukunft im Internet gewonnen?

Nicht erst seit den amerikanischen Präsidentschaftswahlen im vorigen Jahr wissen wir, wie stark das Medium Internet die Wahlentscheidung beeinflusst. Die beiden Präsidentschaftskandidaten Obama und McCain erkannten dies und haben soviel Geld wie noch nie in den Internet-Wahlkampf investiert.

Mittlerweile ist jede Partei und jeder Politiker, der etwas von sich hält, auf Diensten wie Facebook, YouTube, Twitter und meinVZ heimisch und macht Werbung für seine politische Überzeugung. Gerade junge Leute sind auf diesen Plattformen anzutreffen und fördern den demokratischen Diskussionsprozess. Aber gerade die Reichweite der Werbekampagnen im Internet ist unbeschreiblich weit, sodass schon aus diesem Grunde dieses Instrument immens wichtig ist. Wenn man noch bedenkt, dass schon jetzt die junge Bevölkerungsschicht lieber das Medium Internet anstatt den Fernseher bevorzugt, dann kann man sich die Zukunft wohl sehr gut ausmalen und als Wahrsager fungieren welches Medium wichtiger werden wird.

Gerne möchte ich auf das Internetprojekt Wahl im Web Monitor hinweisen. Auf dieser Seite werden im Rhythmus von 2 Wochen bis zur Bundestagswahl die aktuellen Politiktrends im Internet aufgedeckt. Unter anderem gibt es einen Aktivitätsindex, welcher die Aktivitäten von Parteien und Politikern auf Plattformen wie YouTube misst. Außerdem gibt es einen Themenindex, welcher die meist diskutierten Themen der politische Agenda im Internet bestimmt. Ein sehr interessantes Projekt, wie ich finde. Regelmäßiges Reinschauen lohnt sich also.

Meiner Meinung nach wird das Medium Internet immer mehr an Zustimmung gewinnen und somit auch ein entscheidender Faktor für den Wahlausgang sein. Schon heute ist das Medium Fernsehen immer mehr auf einem absteigenden Ast, weil mit Hilfe des Internets die Aufgaben des Fernsehens übernommen werden. Das Internet wird immer interaktiver, der reine Textdienst hat ausgedient. Es sind Dienste wie YouTube, Twitter und MySpace die das Internet noch interessanter für alle Bevölkerungsschichten erscheinen lassen. Parteien und Politiker, die dieses Internet nicht wissen anzuwenden, werden in Zukunft Wahlen nicht für sich entscheiden können.

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