Twitter Archive

Twitter: Wurden die Landtagswahlen beeinflusst?

Ca. 90 Minuten bevor die Wahllokale heute geschlossen wurden, wurden erste Prognosen auf Twitter veröffentlicht. Diese Ergebnisse ähnelten auffallend denen, die am Abend im TV präsentiert wurden.

Zwei Nutzer gaben via Twitter bereits gegen 16.30 Uhr erste Zahlen für die drei Landtagswahlen im Saarland, in Sachsen und in Thüringen preis. Dabei ist es ausdrücklich verboten Umfragen am Tag der Stimmabgabe zu veröffentlichen. Man befürchtet ansonsten eine unzulässige Beeinflussung der Wahl. Wer dies trotzdem macht, begeht eine Ordnungswidrigkeit und riskiert eine Strafe von bis zu 50.000 EUR.

Quellen wurden von den zwei Usern nicht genannt – doch die Angaben ähneln den Prognosen derart, dass sie kaum auf Hörensagen basieren können. Das könnte zu einem ernsten Problem werden. Man werde rechtliche Schritte prüfen, so eine Info aus dem Wahlleiterbüro in Sachsen.

Falls sich herausstellen sollte, dass diese „News“ die Ergebnisse beeinflusst haben, könnten die Wahlen nachträglich für ungültig erklärt werden. Es wäre dann jedoch nur schwer festzustellen wer die Schuld trägt. Einer der „Verräter“ hat bereits seinen Twitter-Kanal gelöscht und das noch vor 18 Uhr. Die Mitteilungen waren zu der Zeit jedoch bereits unaufhaltsam weitergereicht worden.

Twitter weiterhin im Aufschwung

Laut einer Studie von den Marktforschern von Nielsen, konnte Twitter im Juni rund 1,8 Millionen Benutzer auf seiner Seite vereinen. Damit konnte Twitter die Zahl der Benutzer im Gegensatz zum April fast verdoppeln.

Am meisten Verbreitung findet die Dienstleistung bei den 24 bis 34 jährigen, die am häufigsten Kurznachrichten über Twitter verbreitet haben.

Mal schauen ob der Zuwachs an Benutzern auch in den nächsten Monaten stattfindet ……..
Übrigens, auch die Marketing Constructor GbR informiert reglemäßig über einen eigenen Twitter-Kanal:
http://twitter.com/philippeinecke

studiVZ und der Buschfunk

Da haben viele Mitglieder der Online-Plattform studiVZ nicht schlecht gestaunt, was sie auf ihrer Startseite betrachten durften. Mittig auf der Seite kam die neue Funktion Buschfunk zum Einsatz. Mit Hilfe dieser Funktion kann man mit einer Textlänge von maximal 140 Zeichen, andere Benutzer über seinen Gemütszustand und ähnlichen aufklären. Lange Zeit galt die Startseite von studiVZ als eine große Schwäche, weil fast nur Werbung auf der Startseite zu sehen war. Mit Hilfe dieser neuartigen Funktion, sind deutlich interessantere Inhalte für die Benutzer auf die Startseite gewandert.

140 Zeichen? Einfache Textnachricht? Das kommt vielen doch irgendwie bekannt vor. Das zu Recht: Vieles erinnert doch an das Tool Twitter. Selbstverständlich ist der Vorwurf natürlich schon gewagt, aber es wäre ja nicht das erste Mal das studiVZ verdächtigt wird, geistigen Raub zu begehen. Mich persönlich wundert bei studiVZ gar nichts mehr.

Anderer Meinung ist Hayo Lücke von basicthinking. Hayo Lücke ist kein großer Freund von Twitter und findet die Idee des Buschfunks durchaus positiv und sieht sie nicht als Kopie an. Er begründet das in seinem Beitrag folgendermaßen:

Die kleine “Status-Box”, die bisher nur auf dem eigenen Profil unterhalb des persönlichen Fotos zu finden war, ist auf Wanderschaft gegangen. Und einen neuen Namen hat sie auch bekommen. Sie heißt jetzt “Buschfunk” und ist (zusätzlich) auf der Community-Startseite direkt nach dem Login zu finden.

Es ist natürlich schwer zu sagen, ob gestohlen oder nicht. Ich möchte dazu mit diesem Beitrag auch kein finales Urteil fällen. Mir bleibt nur zu sagen, dass der Verdacht schwer wiegt und Vorwürfe wegen Urheberrechtsverletzungen gegen studiVZ nicht das erste Mal laut werden. Twitter ist ohne wenn und aber zurzeit Trend. Buschfunk bietet ähnliches wie Twitter, dementsprechend wollen die Betreiber von studiVZ ein Abwandern verhindern. Ich denke auch, dass viele Benutzer die Twitter testen, keinen genauen Unterschied zum Buschfunk feststellen werden und das Original Twitter meiden werden.

Twitter: Kostenpflichtige Premium-Accounts noch in diesem Jahr

Im Blog des Wall Street Journals war jetzt vom Twitter Mitgründer Biz Stone zu lesen, dass Twitter noch in diesem Jahr für Firmenkunden und Power User kostenpflichtige Premium-Accounts einrichten will.

Für eine Nutzungsgebühr bekommen dann die Nutzer der Premium-Accounts weitere Features zur Verfügung gestellt. Was genau das dann sein wird und wann genau die Premium-Accounst gelauncht werden, wurde nicht gesagt.

Ich denke aber, dass es eine Menge Sachen geben wird, wofür andere Unternehmen bereit wären für Twitter zu zahlen. Sinnvoll wären beispielsweise ein Analyse-Tool, welches dem Unternehmen mehr Informationen über die Leute gibt, die ihre Twitter-Seite lesen oder ein Tracking-Tool, welches einem sagt, was die Follower untereinander über das jeweilige Unternehmen sagen. Somit würde jedes einzelne Unternehmen schneller Feedback vom Kunden bekommen (wenn auch indirekt) und könnte auch besser seinen Ruf im Internet überwachen (lassen). Also auch in Sachen Ruf-Management wird Twitter in Zukunft für Unternehmen immer wichtiger werden.

Was dabei nun letztendlich rauskommen wird bleibt abzuwarten, aber eines ist sicher: In Sachen Online-Marketing, Online-Reputation-Mangement und direkter Kommunikation mit dem (potentiellen) Kunden wird Twitter noch enorm an Bedeutung zu legen.

Die Wahrheit über Twitter