Datenschutz Archive

Social Media: Wenn der Arbeitgeber mitliest

Wer kennt das nicht – man ist krank, liegt zu Hause im Bett, versucht sich zu erholen und surft mit seinem Laptop oder seinem iPhone  im Internet. In Zukunft sollte sich wohl jeder dreimal überlegen, ob man während seiner Erkrankung mal eben seine Profile in den jeweiligen Communities checkt.

In der Schweiz wurde letzten November eine Angestellte während ihrer Erkrankung auf Facebook gesehen und daraufhin gekündigt. Begründung: „Wer Facebook besuchen kann, kann auch arbeiten.“

Interessant ist auch .wie der Arbeitgeber und die Versicherung an die Daten gekommen sind. Laut Aussage der (Ex-) Angestellten, wurde sie über einen Fake-Account (eine angebliche Arbeitsbekanntschaft), ausspioniert. Dies bestreiten jedoch Arbeitgeber und Versicherung – was sonst.

Zeigt mal wieder, dass man sich gut überlegen sollte, an wen man seine Kontaktdaten oder in dem Fall „Kontrolldaten“ preisgibt. Das Web 2.0 oder der persönliche Online-Ruf wird einem sonst schneller zum Verhängnis als einem lieb ist.

Mehr Infos zu dem Fall gibt’s hier.

5 Tipps für eine bessere Web Reputation

Informationen, die im Internet über Personen zu finden sind, werden immer wichtiger, vor allem was das Berufliche anbelangt. Nicht nur die neue Bekanntschaft versucht, mit Hilfe der Online-Suchmaschinen etwas über das Gegenüber von gestern Abend herauszufinden, auch zukünftige Arbeitgeber machen das, bevor sie einen potenziellen Mitarbeiter zum Vorstellungsgespräch einladen.

Folgende Tipps tragen dazu bei, den eigenen Ruf im Internet zu stärken.

1. Registrierung einer Domain mit dem eigenen Namen:
So besteht die Möglichkeit beispielsweise eine .at-, .de.- oder .com-Domain mit seinem eigenen Vor- und Nachnamen als Präsentationsmöglichkeit für Suchanfragen im Internet zu nutzen. Indem man auf dieser Seite die wichtigsten Daten und Informationen zu seiner Person zusammenstellt, verfügt man sozusagen über eine Online-Visitenkarte. Auch auf seine Businessdaten bei Network-Plattformen, wie www.xing.com, kann man so verweisen.

2. Suchmaschinen beobachten:
Um einen Überblick über Informationen zu seiner Person im Internet zu bewahren, empfiehlt es sich immer wieder, seinen Namen in Suchmaschinen einzugeben. Man kann zwar bei Google nicht direkt auf die Suchergebnisse einwirken, doch bei neuesten Personensuchmaschinen, wie beispielsweise www.spock.com, besteht die Möglichkeit, das eigene Profil zu claimen.

3. Blogbeiträge unter dem Klarnamen verfassen:
Um Kompetenz und Professionalität zu beweisen, sollte man Blogbeiträge über den Bereich, in dem man tätig ist, stets unter dem Klarnamen veröffentlichen. Blogs verfügen über eine hohe Verlinkungsrate und werden deshalb auch bei Google hoch eingestuft – somit gibt es keine wirksamere Möglichkeit, um die eigene Präsenz im Internet mitzubestimmen.

4. Selbstdisziplin:
Hier geht es vor allem um Communities wie studiVZ. Man sollte sich, bevor man Gruppen mit dubios klingenden Namen beitritt oder Bilder der letzten Partynacht online stellt, darüber im Klaren sein, dass auch künftige Personalchefs diese Informationen zur Recherche nutzen könnten und so beispielsweise vielleicht auf den einen oder anderen Eintrag auf einer Pinnwand einer guten Web Reputation zuliebe doch verzichten.

5. Online-Reputation-Management in Anspruch nehmen:
Dann kann man natürlich auch Profis – wie uns – mit der Überwachung, Kontrolle und/oder Korrektur des eigenen Online-Rufs betrauen. Wir übernehmen gerne alle Aufgaben im Zusammenhang mit einer guten Web Reputation und können unerwünschte oder verunglimpfende Informationen aus dem Internet entfernen.

Autoren: Johannes Giesche, Philipp Einecke