Als ich das erste Mal auf studiVZ aktiv war und mir die Features der Plattform angeschaut habe, kam mir die Software und das Design doch irgendwie bekannt vor. Nach genauerem Hinsehen kam ich auf Facebook, den amerikanischen Ableger. Der größte Unterschied liegt bisher wohl in der Farbgebung.
Zumindest Facebook hat nun reagiert und den deutschen Ableger studiVZ vor einem Kölner Gericht verklagt. Facebook hatte aber schon im Juli 2008 gegen StudiVZ vor einem Gericht in Kalifornien Klage eingereicht. Die Anklagepunkte lauten das unrechte benutzen von Design, Features und Service. Besonders brenzlig wird die Sache, weil studiVZ angeblich fälschlicherweise Zugriff auf einen Server von Facebook hatte, wo der Quellcode der amerikanischen Online-Plattform lagerte. Sollte das sich im Nachhinein wirklich als wahr erweisen, wird das sehr teuer für studiVZ.
Beiden Parteien wurde nahgelegt, einen unabhängigen Gutachter aufzusuchen, der außergerichtlich zu einer Einigung beiträgt. Der Gutachter würde unter anderem den Quellcode der Software analysieren und nach Gemeinsamkeiten suchen.
Nicht desto trotz bleibt ein fader Nachgeschmack bei studiVZ hängen. Wie oben schon angedeutet, ist der wohl deutlichste Unterschied die Farbgebung. Das Design von studiVZ erinnert doch stark an Facebook. Aber auch Funktionen wie die Pinnwand sind auf beiden Plattformen zu finden. Dementsprechend liegt die Vermutung wohl immer nahe, nur ein billiger Klon zu sein.
