Da haben viele Mitglieder der Online-Plattform studiVZ nicht schlecht gestaunt, was sie auf ihrer Startseite betrachten durften. Mittig auf der Seite kam die neue Funktion Buschfunk zum Einsatz. Mit Hilfe dieser Funktion kann man mit einer Textlänge von maximal 140 Zeichen, andere Benutzer über seinen Gemütszustand und ähnlichen aufklären. Lange Zeit galt die Startseite von studiVZ als eine große Schwäche, weil fast nur Werbung auf der Startseite zu sehen war. Mit Hilfe dieser neuartigen Funktion, sind deutlich interessantere Inhalte für die Benutzer auf die Startseite gewandert.
140 Zeichen? Einfache Textnachricht? Das kommt vielen doch irgendwie bekannt vor. Das zu Recht: Vieles erinnert doch an das Tool Twitter. Selbstverständlich ist der Vorwurf natürlich schon gewagt, aber es wäre ja nicht das erste Mal das studiVZ verdächtigt wird, geistigen Raub zu begehen. Mich persönlich wundert bei studiVZ gar nichts mehr.
Anderer Meinung ist Hayo Lücke von basicthinking. Hayo Lücke ist kein großer Freund von Twitter und findet die Idee des Buschfunks durchaus positiv und sieht sie nicht als Kopie an. Er begründet das in seinem Beitrag folgendermaßen:
Die kleine “Status-Box”, die bisher nur auf dem eigenen Profil unterhalb des persönlichen Fotos zu finden war, ist auf Wanderschaft gegangen. Und einen neuen Namen hat sie auch bekommen. Sie heißt jetzt “Buschfunk” und ist (zusätzlich) auf der Community-Startseite direkt nach dem Login zu finden.
Es ist natürlich schwer zu sagen, ob gestohlen oder nicht. Ich möchte dazu mit diesem Beitrag auch kein finales Urteil fällen. Mir bleibt nur zu sagen, dass der Verdacht schwer wiegt und Vorwürfe wegen Urheberrechtsverletzungen gegen studiVZ nicht das erste Mal laut werden. Twitter ist ohne wenn und aber zurzeit Trend. Buschfunk bietet ähnliches wie Twitter, dementsprechend wollen die Betreiber von studiVZ ein Abwandern verhindern. Ich denke auch, dass viele Benutzer die Twitter testen, keinen genauen Unterschied zum Buschfunk feststellen werden und das Original Twitter meiden werden.
