Auf diversen Internetportalen findet man sie – Videos in denen (vor allem) junge Menschen bei Trinkgelagen zu sehen sind. Zudem gibt es noch zig Seiten mit Anleitungen zu exzessiven Konsum harter Alkoholika. Und wer trägt die Verantwortung oder achtet auf den Jugendschutz? Der Nutzer selbst!?
Gerade kam ein für mich doch sehr erschreckender Bericht in meiner Flimmerkiste. Der Bericht enthielt eigentlich nicht wirklich etwas Neues. Nur das der Kult ums „Komasaufen“ auf Portalen wie YouTube und MyVideo von Jahr zu Jahr zu nimmt. Dürfte soweit allseits bekannt sein. Doch was sagen eigentlich die Portale dazu?
YouTube verwies gegenüber Report Mainz darauf, dass solche Videos gegebenenfalls vom Netz genommen würden, sobald sie von einem Nutzer gemeldet worden seien.
Hab ich das richtig verstanden!? Der Nutzer soll jetzt also überprüfen, ob bei YouTube anstößige Videos sind oder nicht? Die Verantwortung liegt also beim Nutzer, nicht beim Betreiber…Richtig! Warum auch selbst darum kümmern. Soll das doch jemand anderes machen.
MyVideo bezweifelte sogar das solche Videos ein negative Wirkung auf Jugendlich hat. Schriftliches Zitat gegenüber Report Mainz:
Was sollte daran auch sehenswert sein, Fremden beim Betrinken zuzuschauen?
Das Zitat lass ich mal so stehen. Ich denke, dass die Betreiber in Sachen Jugendschutz mehr in die Pflicht genommen werden müssen. Doch wie soll das geschehen!? Staatliche Kontrolle? Zensur? Portale sperren?
Was meint Ihr?
Eins steht jedenfalls fest, die Portale haben eine Verantwortung die Jugendlichen vor solchen Videos zu schützen und dem Hype des „Komasaufens“ entgegenzuwirken. Wenn sie dieser Pflicht nicht nachkommen, dann sollte man eventuell ernsthaft über eine Portal-Sperre nachdenken.

Mir ist die Frage der Verantwortlichkeit ziemlich egal. Dies u.a. deshalb, weil ja die meisten Portale Funktionen beinhalten, die auf die Selbstreinigungs-Kräfte der User (Stichwort: Eigenverantwortung) abzielen. Was mich als Online Marketer mehr interessiert ist die Frage der Online Reputation für die Marken selbst. Wer schon mal “Jägermeister”, “Eristoff” oder andere Markennamen gesucht hat, der sieht eindrucksvoll, wie diese Marken über user generierte Inhalte transportiert, sprich “erzählt” werden. Und genau hier haben die Marken Nachholobedarf. Derzeit überlassen sie es weitgehend den Nutzern, wie die Marke im Social Web “rüberkommt” und ernten was sie sähen… Saufbilder, Erbrochenes und Komatrinken. Meiner Meinung nach nicht unbedingt sinnvolle Brand-Stories