Web Reputation Archive

Marketing Constructor im TV-Interview

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Johannes Giesche (Geschäftsführer von Marketing Constructor) war am 01.02.2010 zum Thema “Negative Bewertungen im Internet” in einem Fernsehinterview zu sehen.

Studie: Vier von fünf Personalern recherchieren im Internet

Laut einer Studie des Dimap-Institutes recherchieren vier von fünf Arbeitgebern in sozialen Netzwerken und das bereits vor der Einladung zum Bewerbungsgespräch. Die potentiellen Kandidaten werden bei Facebook gesucht, gegoogelt oder im VZ einem Schnelltest unterzogen. Wer da nicht besteht, dessen Bewerbung landet schnell im Papierkorb.

Die Hauptursache ist klar. Ein sorgloser Umgang mit privaten Daten, Fotos und Kommentaren, kann einem schnell zum Verhängnis sowie nur schwer wieder entfernt werden. Somit bremst das private Vergnügen im Netz oft das berufliche Vorankommen.

Über 40 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass sie Inhalte wie beispielsweise Party- und Trinkbilder für unangemessen halten und sie diese dem Kandidaten dementsprechend als klaren Nachteil anrechnen.

Dabei hat jeder sein Glück selbst in der Hand, denn auch Pluspunkte sind möglich. Beispielsweise finden 56 Prozent der Personaler einen Bewerber sehr interessant, wenn er in seinem Profil Angaben zu sozialem Engagement macht und sich somit quasi auch in seiner Freizeit sinnvoll beschäftigt. Das macht wirklich Eindruck, die Dokumentation vom ausgiebigen Feiern eher nicht.

Wer also sein Online-Profil regelmäßig pflegt und vor allem darauf achtet was er veröffentlichen kann und was nicht, derjenige wird bereits vor dem Bewerbungsgespräch Punkte sammeln können.

Online-Ruf: Wenn Mitarbeiter abstimmen

Bewertungsportale –  noch wenige Nutzer und trotzdem zählt der erste Eindruck.

  • Einbeziehung der Mitarbeiter bei Entscheidungen
  • Selbstständiges Arbeiten
  • Flexible Arbeitszeiten
  • Ein positive Bewertung

So etwas liest man doch gern als Geschäftsführung über sein Unternehmen. Doch meistens sind es in Bewertungsportalen nur vier bis fünf Stimmen, die das große Ganze formen und daher fallen einzelne negative Bewertungen á la „Meine Arbeit wird nicht gewürdigt!“, Außenstehenden schnell ins Auge. Sie können dementsprechend entscheidend den ersten Eindruck zu Unternehmen und auch Personen in dem Unternehmen prägen.

Viele Unternehmen reagieren in diesem Falle gar nicht oder erst Monate später. Oft stellen sie, aufgrund der wenigen Bewertungen, infrage, ob die Online-Bewertungen wirklich aussagekräftig sind oder überhaupt von Interesse für andere User. Doch genau hier liegt der erste Fehler. Kritisches Mitarbeiterfeedback sollte von Anfang an, gerade Online, ernst genommen werden und dementsprechend reagiert werden. Beispielsweise mit einer Stellungnahme und einer internen Aufnahme des Problems.

Rund zehn dieser Bewertungsportale gibt es im deutschen Raum und alle haben das gleiche Problem: wenig Aussagekraft. Die Betreiber sind dennoch der Auffassung, dass durch einzelne Bewertungen vergleichsweise objektive Eindrücke zu den Unternehmen entstehen.

Ich frage mich jedoch: Inwiefern ist es glaubwürdig, wenn ein „Annonym123“ einen positiven oder negativen Kommentar über ein Unternehmen schreibt? Wieso nutzt er nicht seinen Klarnamen? Von daher denke ich, dass Unternehmen sich pro aktiv mit anderen, weit glaubwürdigeren Kommunikationsmitteln im Netz auseinander setzen sollten. Angefangen bei Corporate Blogs über Twitter und Co. – Kommunikationswege auf denen Mitarbeiter, Interessierte und die Führungsebene in einen nützlichen und vor allem informativen Dialog treten können – und müssen. Nur so können Unternehmen ihre Online-Reputation heute noch selbst positiv mitgestalten. Wichtig ist hierbei nur, dass man einsieht, dass negative Äußerungen unvermeidbar sind. Es wird immer Kritiker geben, aber das ist auch gut so, denn nur so kann man schließlich die Unternehmenskultur gemeinsam stetig verbessern, wovon letztendlich alle profitieren werden. Entscheidend sind bei der Online-Kommunikation nur, dass die Unternehmen klare Regeln aufstellen und dementsprechend das Ganze kanalisieren.

Auf jeden Fall sollte man trotz aller anderen Möglichkeiten, die Bewertungsportale nicht außer Acht lassen und negative Beiträge vor allem als Ansporn zur Weiterentwicklung nehmen.

Online-Reputation: Unternehmen und Persönlichkeit

Eine der vielen Veränderungen, die das Social Internet mit sich bringt ist, dass die Kluft zwischen geschäftlichem und privatem Leben immer kleiner wird. Die Arbeit ist nicht mehr eine Aktivität von 9 bis 17 Uhr. Handys, E-Mail, Laptops und High-Speed-Internet bedeutet, dass unser berufliches und privates Leben immer mehr miteinander verschmelzen.

Diese Tatsache wirft meines Erachtens eine Frage auf: Wie viel Persönlichkeit sollte in Ihrem Unternehmen stecken bzw. wie viel Unternehmen sollte in Ihrer Persönlichkeit stecken?

In seinem Post Business Isn´t Personal, warnt J. Jantsch davor, Personal Branding mit dem Aufbau eines Geschäfts zu verwechseln. Diese beiden Dinge müssen getrennt sein und bleiben, weil wenn man, seiner Auffassung nach, seine Persönlichkeit aufbaut, das Geschäft auf der Strecke bleibt.

Auf der einen Seite kann ich sein Argument verstehen – ein Unternehmen muss was sein bzw. anbieten, was man verkaufen kann und wenn man sein Geschäft nur langsam über den Aufbau seiner Online-Reputation entwickelt, dann wird es nicht wirklich (schnell) bergauf gehen. Aber ich denke, dass das nicht völlig zutrifft.

Ja, es ist richtig, wenn man sich hauptsächlich auf sein Unternehmen konzentriert. Man darf dabei aber nicht vergessen, dass man selbst ein wesentlicher Bestandteil des Unternehmens ist. Ob man es will oder nicht, die bzw. Ihre Persönlichkeit beeinflusst die Sichtweise anderer auf das Unternehmen. Gerade heute im Zeitalter des Web 2.0 . Jeder einzelne Mitarbeiter ist quasi ein Aushängeschild der Firma und wenn dieses Aushängeschild potentiellen Kunden oder Investoren nicht zusagt, dann sehen diese wahrscheinlich schneller von einem Kauf bzw. einer Investition ab, als Ihnen lieb ist.

J. Jantsch erkennt auch, dass man mit einer persönlichen Reputation starten muss, aber er sagt auch ganz klar, dass man sich zu einer Marke weiterentwickeln muss, unabhängig vom Aufbau seiner persönlichen Online-Reputation. Auf jeden Fall! Ich denke jedoch, dass man es sich heutzutage nicht leisten kann, mit der Arbeit an der persönlichen Web Reputation aufzuhören. Man weiß nie zu 100 Prozent was mal passieren wird und wenn man sich mal umorientieren muss, dann darf meiner Meinung nach meine eigene Marke, nämlich ICH, nicht im Rückstand sein. Von daher: Aufs Geschäft konzentrieren, aber sich selbst nicht vergessen.

Grundsätzlich geht es in seinem Post darum, dass es schwierig ist, eine persönliche Marke zu verkaufen, aber ich bin mir nicht wirklich sicher, dass das die Meisten wollen. Ich denke die meisten User, die ihr eigenes Branding vorantreiben neben dem Aufbau eines Geschäfts, versuchen, den Aufbau Ihres Online-Rufs als Unterstützung zu nutzen, um Ihr Geschäft schnellstmöglich voran zu bringen. Natürlich wollen sie dies nicht auf Kosten der Web Reputation Ihres Unternehmens – es muss ein Gleichgewicht sein. Ich denke, zu weit in die eine oder andere Richtung wird auf Dauer nicht funktionieren.

Letztendlich setzt Social Media voraus, dass man eine Persönlichkeit hat und diese ist nun mal sichtbar. Und je mehr Sie an Ihrem Online-Ruf arbeiten, desto mehr Menschen werden beginnen Ihnen zu Vertrauen und somit letztlich auch Ihrer Marke bzw. Ihrem Unternehmen.

Online-Ruf: Einstweilige Verfügung aufgrund massiver Rufschädigung

Am 09.04.2009 hat das Landgericht Krefeld in einem Eilverfahren eine einstweilige Verfügung, gegen einen User der sich für einige rufschädigende Beiträge im Netz und in Foren zu verantworten hat, erlassen. Nach Aussage des Richters,  hat niemand das Recht gemeinnützige Vereine (in dem Fall Verbraucherschutz Internet Verein), deren Mitarbeiter sowie Vorstände öffentlich zu diffamieren.

Meiner Meinung nach wieder mal ein gutes Beispiel dafür, dass egal wo und wie man sich im Netz bewegt, man nie wirklich „anonym“ bleibt und wer immer noch glaubt, dass er oder sie als „XYZ“ andere Personen, Unternehmen oder Vereinigungen ungestraft diffamieren kann, der wird in Zukunft die volle Härte des Gesetzes treffen. Jedenfalls drohen dem Verfasser eine Ordnungsstrafe in Höhe von 250.000 EUR oder ersatzweise Ordnungshaft, falls er seine Anschuldigungen öffentlich aufrecht erhält. Mit der Entscheidung des Landgerichts zeigt sich ebenfalls, dass man Rufmord-Kampagnen im Internet nicht hilflos ausgesetzt ist. Wer regelmäßig seine Web Reputation im Auge behält und dabei auch noch konsequent gegen notorische Meckerer vorgeht, den wird in Zukunft nichts so schnell aus der Bahn werfen.

Online-Reputation-Management und Suchmaschinenoptimierung

Den eigenen Ruf im Internet mit Hilfe von Online-Reputation-Management zu beobachten und zu korrigieren ist ein Dauertrend in Deutschland. Doch die Methoden zum Erreichen dieses Ziels sind nicht immer eindeutig. Besonders Anfänger haben Ihre Schwierigkeiten damit, die richtigen Methoden zu finden. Deswegen möchte ich Ihnen heute Suchmaschinenoptimierung als Methode zur Reputationspflege vorstellen.

Viele Leser stellen sich jetzt sicherlich die Frage: Was ist überhaupt Suchmaschinenoptimierung? Suchmaschinenoptimierung bezeichnet die Kunst, die Google SERPS (Search Engine Result Page) mit legalen Methoden so zu beeinflussen, dass eine gewünschte Seite möglichst weit oben rankt. Anzumerken wäre an dieser Stelle, dass Google in Deutschland ca. 90 % aller Suchanfragen vereint. Suchmaschinen wie Yahoo und MSN haben in Deutschland nur eine Außenseiterrolle zu verzeichnen. Nicht desto trotz sollte man Suchmaschinen wie Yahoo und MSN natürlich nicht vernachlässigen. Aber in der Regel ranken Internetseiten automatisch in Suchmaschinen wie Yahoo und MSN, sobald man Internetseiten für die Suchmaschine Google optimiert – nur mit weniger Aufwand.

Suchmaschinenoptimierung beginnt mit der Konkurrenzanalyse. Auch dieses ist auf das Ruf-Management zu übertragen. Beim Ruf-Management werden Internetseiten ausfindig gemacht, welche negative Inhalte verbreiten. Sobald man diese negativen Inhalte gefunden hat, beginnt der Prozess zu entscheiden, wie man dagegen vorgehen möchte. Dabei werden die wichtigsten Keywords (Keyword-Analyse) gefiltert und die ersten Gegenmaßnahmen werden ergriffen. Mit diesen Keywords werden zum Beispiel Internetseiten und Blogs erstellt. Dabei sind verschiedene On-Page-Faktoren zu beachten, wie die interne Verlinkung und Barrierefreiheit. Diese Faktoren werden nur auf der Seite direkt gehandhabt. Außerhalb der Seite kommen sogenannte Off-Page Faktoren zum Einsatz. Damit meint man hauptsächlich das Sammeln von möglichst themenrelevanten Links die auf die eigene Seite verweisen, da gerade Links ein entscheidender Faktor der Suchmaschinen beim Ranking der Seiten sind. Hier stehen verschiedene Alternativen zur Auswahl, wie zum Beispiel Linktausch, Artikelverzeichnisse, Presseportale und Blogkommentare.

Ich möchte noch darauf hinweisen, dass bei der Suchmaschinenoptimierung gerne sogenannte Schwarze-Tricks (Black-Hat-SEO) angewendet werden. Diese bieten kurzfristig gute Ergebnisse, aber da Suchmaschinen mittlerweile über ausgeklügelte Techniken verfügen um diese Spam-Techniken zu erkennen und abzustrafen ist von Black-Hat-SEO abzuraten. Setzen Sie lieber auf legale Methoden und eine längerfristige Zusammenarbeit. Das dauert zwar länger und kostet somit in der Regel meist mehr Geld, ist aber letzten Endes der klügere und überlegtere Schritt. Schließlich geht es ja um Ihre Reputation im Internet. Schon aus diesem Grunde wäre mir das einiges Wert.

Wenn Sie sich als Kunden einen Ruf-Management Dienstleister suchen, achten Sie darauf, dass Suchmaschinenoptimierung für die Agentur kein Fremdwort ist. Nur mit Hilfe eines geeigneten Konzepts in Sachen Suchmaschinenoptimierung ist ein erfolgreiches Ruf-Management zu bewerkstelligen. Natürlich deckt der Artikel nicht die ganze Komplexität des Themas Suchmaschinenoptimierung ab, kann Ihnen aber sehr hilfreich sein, wenn Sie auf der Suche nach einem Dienstleister sind und Ihr Internetwissen doch eher von laienhafter Natur ist. Denken Sie immer daran, es gibt überall schwarze Schafe.

Ein Problem mit der Web Reputation– na und!?

Was mache ich eigentlich, wenn meine Web Reputation oder die meiner Firma angriffen wird? Ich denke, diese Frage geht vielen Menschen durch den Kopf – meistens aber erst wenn es zu spät ist. Interessant wird es dann, wenn man sich anschaut wie unterschiedlich die betroffenen Personen oder Unternehmen darauf reagieren:


1. Es wird rein gar nichts unternommen.

2. Es werden Anwälte engagiert.

3. Sie zahlen eine Menge Geld, um das Problem aus der Welt zu schaffen.

4. Sie steigen in die Diskussion ein und versuchen die Kritiker vom Gegenteil zu überzeugen.

5. Sie unternehmen etwas gegen Online-Angriffe bevor sie überhaupt auftreten.


Es wird wahrscheinlich niemanden überraschen, wenn ich sage, dass die betroffenen Unternehmen oder Personen im Allgemeinen gar nichts unternehmen. Dabei wären die Varianten 4 und 5 doch solide Online-Reputation-Verwaltungstechniken. Also warum um Himmels Willen unternehmen die meisten rein gar nichts!?


Unterschätzung des Internets

Obwohl das Internet bereits viele Jahre unser Leben mitbestimmt, unterschätzen immer noch viele Unternehmen und Personen die Macht des Mediums und wissen oft nicht wie wichtig ihre Reputation im Netzt ist. Viele sehen das Internet immer noch als Sammelbecken von lästigen Jugendlichen oder als eine andere Art von Medium an, um das man sich nicht besonders kümmern muss. Nehmen wir als Beispiel einen Blogger, der sich über ein Unternehmen beschwert. Die Marketing-Abteilung des Unternehmens ignoriert jedoch diesen „Querulanten“ und hofft das sich dieses Problem von selbst erledigt. Davon hört und liest man immer wieder und dann nach ein paar Monaten oder Jahren, wenn die Betroffenen merken, dass sich das Problem nicht von allein erledigt, ist das Geschrei groß. Was ist passiert? Der Blogger steht mit vielen anderen Bloggern, Freunden und Bekannten im Internet in Kontakt, die seinen Blog regelmäßig lesen und diese Nachricht wahrscheinlich auch noch weiterverbreiten werden. Die negativen Nachrichten können sich also zu einem unkontrollierbaren Flächenbrand entwickeln.

Überschätzung der eigenen Kraft


Ein weitverbreiteter Irrglaube ist auch, dass die eigene unternehmerische Macht ausreicht, um gegen jeden Angriff zu bestehen. Sie glauben, dass ihr Geld und ihre Anwälte das Schiff schon irgendwie schaukeln werden. Anstatt das (soziale) Internet zu umarmen, versuchen sie es zu bekämpfen, aber gerade dieses Vorgehen ist als wenn sie Öl ins Feuer gießen würden. Die Drohung mit einer Klage ist nur noch mehr Brennstoff für die Blogger und Meinungsführer im Internet. Wenn das Problem oder die Beschwerde noch nicht allzu bekannt war, dann wird es das jetzt erstrecht werden; und die Web Reputation wird dauerhaft geschädigt sein.


Angst

Es liegt in der Natur des Menschen, dass er Angst vor dem Unbekannten hat. Von daher wundert es mich nicht, das viele Unternehmen so kritisch gegenüber dem (sozialen) Internet sind. Sie kennen es einfach nicht, da es vor 10 Jahren noch nicht einmal existierte. Früher wussten erfolgreiche Unternehmen genau über die Regeln von Marketing, Kundendienst, Verkäufen und PR Bescheid und wie man innerhalb dieser Regeln so spielte, dass die Aktionäre und die Kunden zu frieden waren. Doch mit dem Aufstieg des (sozialen) Internets fand auch eine radikale Revolution der Kommunikation statt. Neue Tools, eine größere Reichweite, mehr Nutzer und vor allem neue Regeln an die man sich gewöhnen muss und an welche man sich anpassen muss, um in der digitalen Welt bestehen zu können.

Tradition

Die dritte Vorgehensweise ist einfach traditionell bedingt – so haben wir es immer gemacht, also warum sollten wir es anders machen!? Wer ein Problem hat, der wird mit Geld oder Geschenken zum Schweigen gebracht oder bestenfalls dazu, dass er seine Meinung revidiert.

Ich denke jedoch, wer eine Beschwerde hat, der will kein Geld oder Geschenke. Alles was er oder sie wollen ist eine Lösung. Nicht jeder denkt wie ein Aktionär, bei dem nur das Ergebnis zählt.

Ich denke auch, dass man das eigentliche Problem ignoriert, wenn man immer nur die althergebrachten Vorgehensweisen nutzt anstatt sich für Neues zu öffnen. Der beste Beweis wird hierbei der nicht enden wollende Fluss an negativen Kommentaren im Netz sein, die dann genau das Gegenteil bewirken werden.

Unerfahrenheit

Das größte Problem ist die Unerfahrenheit. Viele Unternehmen, die erfolgreich sein wollen, müssen viel Zeit und Kraft investieren, um zu wachsen und um führend in ihrer Branche zu sein. Es gibt eine Million Dinge die es zu beachten gilt und gerade weil das soziale Web noch so jung ist, steht es bei vielen Unternehmen noch gar nicht auf der Tagesordnung. In meinen Augen verstehen sie es auch einfach nicht, weil sie schlichtweg keine Zeit haben zu realisieren wie wichtig das Web 2.0 ist.

Ich hab mich mit vielen Leuten unterhalten, die das Web 2.0 eher mit Sorge betrachten, weil sie bereits das eine oder andere Mal die volle Wucht einer negativen Nachricht getroffen hat. Solang ein Unternehmen oder eine Person nicht weiß, wie sie mit Kritik im Netz umzugehen hat, wird es auch in Zukunft schwer haben in der nicht-virtuellen Welt zu bestehen. Man muss einfach lernen sich der Probleme im Netz anzunehmen und auf eine proaktive und positive Weise zu reagieren. Ansonsten wird sich eine kleines Problem schneller als man denkt zu einen anhaltenden Flächenbrand entwickeln.

An dieser Stelle möchte ich aber auch festhalten, dass das Online-Reputation-Management noch ein relativ neuer Marketing-Bereich ist und sich daher das Verhältnis zwischen den fünf Strategien sicherlich bald verschieben wird, bis dahin werden wir die Leute weiterhin auf die Wichtigkeit ihrer Web Reputation aufmerksam machen.

5 Tipps für eine bessere Web Reputation

Informationen, die im Internet über Personen zu finden sind, werden immer wichtiger, vor allem was das Berufliche anbelangt. Nicht nur die neue Bekanntschaft versucht, mit Hilfe der Online-Suchmaschinen etwas über das Gegenüber von gestern Abend herauszufinden, auch zukünftige Arbeitgeber machen das, bevor sie einen potenziellen Mitarbeiter zum Vorstellungsgespräch einladen.

Folgende Tipps tragen dazu bei, den eigenen Ruf im Internet zu stärken.

1. Registrierung einer Domain mit dem eigenen Namen:
So besteht die Möglichkeit beispielsweise eine .at-, .de.- oder .com-Domain mit seinem eigenen Vor- und Nachnamen als Präsentationsmöglichkeit für Suchanfragen im Internet zu nutzen. Indem man auf dieser Seite die wichtigsten Daten und Informationen zu seiner Person zusammenstellt, verfügt man sozusagen über eine Online-Visitenkarte. Auch auf seine Businessdaten bei Network-Plattformen, wie www.xing.com, kann man so verweisen.

2. Suchmaschinen beobachten:
Um einen Überblick über Informationen zu seiner Person im Internet zu bewahren, empfiehlt es sich immer wieder, seinen Namen in Suchmaschinen einzugeben. Man kann zwar bei Google nicht direkt auf die Suchergebnisse einwirken, doch bei neuesten Personensuchmaschinen, wie beispielsweise www.spock.com, besteht die Möglichkeit, das eigene Profil zu claimen.

3. Blogbeiträge unter dem Klarnamen verfassen:
Um Kompetenz und Professionalität zu beweisen, sollte man Blogbeiträge über den Bereich, in dem man tätig ist, stets unter dem Klarnamen veröffentlichen. Blogs verfügen über eine hohe Verlinkungsrate und werden deshalb auch bei Google hoch eingestuft – somit gibt es keine wirksamere Möglichkeit, um die eigene Präsenz im Internet mitzubestimmen.

4. Selbstdisziplin:
Hier geht es vor allem um Communities wie studiVZ. Man sollte sich, bevor man Gruppen mit dubios klingenden Namen beitritt oder Bilder der letzten Partynacht online stellt, darüber im Klaren sein, dass auch künftige Personalchefs diese Informationen zur Recherche nutzen könnten und so beispielsweise vielleicht auf den einen oder anderen Eintrag auf einer Pinnwand einer guten Web Reputation zuliebe doch verzichten.

5. Online-Reputation-Management in Anspruch nehmen:
Dann kann man natürlich auch Profis – wie uns – mit der Überwachung, Kontrolle und/oder Korrektur des eigenen Online-Rufs betrauen. Wir übernehmen gerne alle Aufgaben im Zusammenhang mit einer guten Web Reputation und können unerwünschte oder verunglimpfende Informationen aus dem Internet entfernen.

Autoren: Johannes Giesche, Philipp Einecke