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Social Networks: Facebook auf der Überholspur

Lang hat es gedauert, doch jetzt hat es Facebook geschafft. Das Netzwerk führt den deutschen Markt der Social Communities an. Die Reichweite ist in Deutschland zwischen März und Juli um 50 Prozent gestiegen, laut Messungen von Nielsen. Somit hat Facebook erstmals, neben studiVZ, schülerVZ, meinVZ sowie MySpace,  auch den bisherigen Platzhirsch Wer-kennt-wen hinter sich gelassen. Mit 6,2 Millionen Nutzern beherrscht Facebook das Ranking der Social Netzworks in Deutschland. Nur wenn man alle User der drei VZ-Seiten zusammennimmt (ohne Doppelungen), kommen diese auf 8,7 Millionen Nutzer und wären damit vor Facebook.

Bei näherer Betrachtung fällt einem auf, dass bei vielen Netzwerken die Reichweite zu stagnieren scheint. Währenddessen wächst Facebook stetig weiter. Der Kampf um die Spitze scheint entschieden.

Facebook kann vor allem durch schnellen technischen Fortschritt und einem hohem Maß an Internationalität glänzen. Die deutschen Netzwerke mit ihren Entwicklungskapazitäten können hingegen eher schlecht als recht mit Facebook auf einer Augenhöhe bleiben, obwohl das Tempo deutlich erhöht wurde. Die VZ-Seiten öffneten sich für externe Entwickler und integrierten die Statusfunktion „Buschfunk“ sowie Twitter. Trotzdem zieht Facebook unaufhaltsam an ihnen vorbei und hat anscheinend nicht vor auf die Bremse zu treten. Laut Facebook-Chef Mark Zuckerberg, will Facebook seine Mitarbeiterzahl noch in diesem Jahr auf 1500 erhöhen. Damit wird die Belegschaft um 50 Prozent aufgestockt.

Online-Ruf: Wenn Mitarbeiter abstimmen

Bewertungsportale –  noch wenige Nutzer und trotzdem zählt der erste Eindruck.

  • Einbeziehung der Mitarbeiter bei Entscheidungen
  • Selbstständiges Arbeiten
  • Flexible Arbeitszeiten
  • Ein positive Bewertung

So etwas liest man doch gern als Geschäftsführung über sein Unternehmen. Doch meistens sind es in Bewertungsportalen nur vier bis fünf Stimmen, die das große Ganze formen und daher fallen einzelne negative Bewertungen á la „Meine Arbeit wird nicht gewürdigt!“, Außenstehenden schnell ins Auge. Sie können dementsprechend entscheidend den ersten Eindruck zu Unternehmen und auch Personen in dem Unternehmen prägen.

Viele Unternehmen reagieren in diesem Falle gar nicht oder erst Monate später. Oft stellen sie, aufgrund der wenigen Bewertungen, infrage, ob die Online-Bewertungen wirklich aussagekräftig sind oder überhaupt von Interesse für andere User. Doch genau hier liegt der erste Fehler. Kritisches Mitarbeiterfeedback sollte von Anfang an, gerade Online, ernst genommen werden und dementsprechend reagiert werden. Beispielsweise mit einer Stellungnahme und einer internen Aufnahme des Problems.

Rund zehn dieser Bewertungsportale gibt es im deutschen Raum und alle haben das gleiche Problem: wenig Aussagekraft. Die Betreiber sind dennoch der Auffassung, dass durch einzelne Bewertungen vergleichsweise objektive Eindrücke zu den Unternehmen entstehen.

Ich frage mich jedoch: Inwiefern ist es glaubwürdig, wenn ein „Annonym123“ einen positiven oder negativen Kommentar über ein Unternehmen schreibt? Wieso nutzt er nicht seinen Klarnamen? Von daher denke ich, dass Unternehmen sich pro aktiv mit anderen, weit glaubwürdigeren Kommunikationsmitteln im Netz auseinander setzen sollten. Angefangen bei Corporate Blogs über Twitter und Co. – Kommunikationswege auf denen Mitarbeiter, Interessierte und die Führungsebene in einen nützlichen und vor allem informativen Dialog treten können – und müssen. Nur so können Unternehmen ihre Online-Reputation heute noch selbst positiv mitgestalten. Wichtig ist hierbei nur, dass man einsieht, dass negative Äußerungen unvermeidbar sind. Es wird immer Kritiker geben, aber das ist auch gut so, denn nur so kann man schließlich die Unternehmenskultur gemeinsam stetig verbessern, wovon letztendlich alle profitieren werden. Entscheidend sind bei der Online-Kommunikation nur, dass die Unternehmen klare Regeln aufstellen und dementsprechend das Ganze kanalisieren.

Auf jeden Fall sollte man trotz aller anderen Möglichkeiten, die Bewertungsportale nicht außer Acht lassen und negative Beiträge vor allem als Ansporn zur Weiterentwicklung nehmen.

Online-Ruf: Einstweilige Verfügung aufgrund massiver Rufschädigung

Am 09.04.2009 hat das Landgericht Krefeld in einem Eilverfahren eine einstweilige Verfügung, gegen einen User der sich für einige rufschädigende Beiträge im Netz und in Foren zu verantworten hat, erlassen. Nach Aussage des Richters,  hat niemand das Recht gemeinnützige Vereine (in dem Fall Verbraucherschutz Internet Verein), deren Mitarbeiter sowie Vorstände öffentlich zu diffamieren.

Meiner Meinung nach wieder mal ein gutes Beispiel dafür, dass egal wo und wie man sich im Netz bewegt, man nie wirklich „anonym“ bleibt und wer immer noch glaubt, dass er oder sie als „XYZ“ andere Personen, Unternehmen oder Vereinigungen ungestraft diffamieren kann, der wird in Zukunft die volle Härte des Gesetzes treffen. Jedenfalls drohen dem Verfasser eine Ordnungsstrafe in Höhe von 250.000 EUR oder ersatzweise Ordnungshaft, falls er seine Anschuldigungen öffentlich aufrecht erhält. Mit der Entscheidung des Landgerichts zeigt sich ebenfalls, dass man Rufmord-Kampagnen im Internet nicht hilflos ausgesetzt ist. Wer regelmäßig seine Web Reputation im Auge behält und dabei auch noch konsequent gegen notorische Meckerer vorgeht, den wird in Zukunft nichts so schnell aus der Bahn werfen.

Diskussion und Reputation

Diskussionsforen – viele Nutzen sie, aber auch bewusst!? Nun gut, das gute alte Diskussionsforum kann nicht wirklich mit Communities oder Instant Messaging mithalten, aber sie sind doch trotz allem eine sehr wertvolle Methode, um mit potentiellen Kunden und anderen Menschen aus Ihrer Branche in Kontakt zu treten. Sie sind somit ein wichtiger Bestandteil einer Ruf-Management-Strategie.

Mit Kompetenz glänzen

Diskussionsforen sind ein hervorragender Platz, um durch Kompetenz zu überzeugen. Warum sollten Sie, wenn Sie etwas Nützliches wissen, es nicht mit anderen teilen? Jeden Tag tauchen in unzähligen Foren viele Fragen zu so gut wie jeder Dienstleistung bzw. jedem Produkt auf. Verwenden Sie doch einfach die Foren als eine freie Form der Werbung. Es ist meistens zwar nicht gestattet konkrete Werbung für etwas zu machen, aber solang Sie unter Ihrem vollen Namen antworten und Problemstellungen erörtern, werden Sie als Fachmann wahrgenommen und machen somit indirekt auch Werbung für Ihr Unternehmen, ihre Dienstleistung oder Ihr Produkt.

Wissbegierde erzeugen

Je mehr Sie sichtbar und aktiv auf Foren sind, desto mehr Menschen werden Sie sehen und als Fachmann wahrnehmen. Die meisten Foren erlauben Ihnen eine Signatur unter Ihre Beiträge zu schreiben. Sie haben also die Möglichkeit einen Link zu Ihrer Firmenhomepage oder zu Ihrem Blog zu setzen. Ist das nicht super!? Sie können mit Ihrem Fachwissen glänzen, anderen helfen und je mehr Sie das tun, desto neugieriger werden die anderen Foren-Mitglieder und umso öfter klicken Sie auf Ihre gesetzten Links.

Rufaufbau

Ihr Ruf beruht allein darauf, was andere Leute denken oder über Sie sagen. Je mehr Menschen Sie also kennen, desto öfter wird man über Sie sprechen. Je aktiver sie also auf Foren sind und je mehr Sie mit kompetenten Beiträgen überzeugen können, umso mehr Leute werden Sie kennenlernen, die Sie als Experte anerkennen und Sie auch weiterempfehlen werden.

Lerneffekt

Und das Beste an Foren ist, dass man kostenlos an dem Reichtum der Informationen partizipieren kann. Ja, Sie können in Ihrem Gebiet/Geschäft ziemlich gut sein, aber es wird immer jemanden geben, der etwas besser weiß oder Ihnen mit Rat zur Seite stehen kann. Das ist doch wunderbar! Man hilft, man baut sich einen gute Web Reputation auf, man macht Werbung und man bekommt sogar etwas zurück.

Bei einer ausgewogenen Ruf-Management-Strategie darf meiner Meinung nach eine aktive Beteiligung, idealerweise in branchenspezifischen Foren, nicht fehlen. Auch wenn es manchmal mühselig sein wird, wird man auf Dauer eine Menge Nützliches mitnehmen können.